Meisterschaft 3. Liga: FCB 1 - FC Entfelden 1 | 0:1 (0:1) und FCB 1 - FC Seon 1 | 3:2 (0:2)

Nach zwei sehr schwachen ersten Durchgängen fängt sich der FC Böju gegen Seon mit einer Hitchcock-Schlussphase wieder.

 

bfa. Nach vier Siegen in Folge zog der FCB gegen Entfelden einen vor allem in der ersten Halbzeit sehr schwachen Tag ein und verlor zuhause mit 0:1. Die voller Energie auftretenden Gäste gingen hochverdient in Führung, verpassten es bis ganz am Schluss jedoch, trotz spielerischer Überlegenheit den Sack frühzeitig zuzumachen.

Dies eröffnete den Gastgebern in der zweiten Hälfte wiederum Gelegenheiten, den Ausgleich eventuell doch noch erzielen zu können. Doch der Seeklub spielte auch nach dem Wechsel trotz mehr Druck aufs gegnerische Tor unter seinen Möglichkeiten Fussball. In der Pause den Umschalthebel zu betätigen, gelingt nur selten – und eigentlich nur dann, wenn es der Gegner auch zulässt. Entfelden dachte aber nicht daran, den Fuss vom Gaspedal zu nehmen; ergo hätte das Spiel gegen den momentanen Leader von Beginn weg seriöser angegangen werden müssen.

Am Samstag gegen Seon zunächst dasselbe Bild. Die Niederlage nach dem fahrlässigen Auftritt gegen Entfelden schien im Böjuer Selbstvertrauen bereits seine Spuren hinterlassen zu haben. Ein FCB, der neben sich stand und dem Gegner auf sämtlichen Ebenen den Vortritt liess. Die Zweitoreführung Seons war nach sehenswerten Distanzschüssen und überlegenem Zweikampfverhalten verdient.

Der zweite Durchgang dann jedoch stand im Zeichen der Beinwiler Aufholjagd. Diese startete hoffnungsvoll. Nach wenigen Minuten gelang dem 22-jährigen Alain Baumann der Anschlusstreffer mittels kleverem Kopf-Loppball. Der entscheidende Ausgleich durch Brendon Samadraxha erfolgte erst eine Viertelstunde vor Schluss und kam zum richtigen Zeitpunkt, um den sich mittlerweile permanent anrennenden Seetalern einen letzten Energieschub für die Schlussphase zu liefern. Denn eine Aufholjagd im Strandbad hat eigentlich nie etwas mit Fussball spielen zu tun. Es ist Kampf und Krampf, nervenaufreibend, ausschliesslich Fussball-Stückwerk eben; und Seon beförderte soviele Bälle über den Zaun wie die Gästeteams sonst in einer gesamten Vorrunde nicht.

Aber steter Tropfen höhlt den Stein. Und wenn ein Team, das seinen Namen verdient, das Glück des Tüchtigen noch auf seiner Seite hat – denn Seon hatte den Luckypunch ebenfalls auf dem Fuss! – kann es trotzdem gelingen. So packte Gerd Müller alias Alain Baumann in der Neunzigsten nach unangenehmer Hereingabe von rechts und kurzem Verwirrungsmoment nochmals den „Rüedu“ aus und drosch das Ding aus fünf Metern in die Maschen. „Der Kick war grottig, aber schöner als so kannst du fast nicht gewinnen.“ (Zitat v. Unbekannt)

 

Beinwil am See – Entfelden 0:1 (0:1)

Strandbad. – 100 Zuschauer. – Tore: 41. Entfelden 0:1.

Beinwil am See: Lovrenovic; Holliger, Merz F. (C), Puselja, Lutz; Schneeberger (55. Wüst), Fessler, Kanik, Ott, Merz B.; Baumann.

Ersatz: Kalt (ET), Lauber, Nivokazi.

Bei Beinwil am See nicht im Aufgebot: Samadraxha, Briner, Schwab, Eichenberger, Zukaj, Merz J..

 

 

Beinwil am See – Seon 3:2 (0:2)

Strandbad. – 100 Zuschauer. – Tore: 19. Seon 0:1. 27. Seon 0:2. 52. Baumann 1:2. 74. Samadraxha 2:2. 90. Baumann 3:2.

Beinwil am See: Fessler P.; Briner, Merz F. (C), Puselja (46. Samadraxha), Lutz (46. Schneeberger); Holliger, Ott, Kanik (46. Fessler T.), Merz J., Baumann, Merz B.. Ersatz: Eichenberger.

Bei Beinwil am See nicht im Aufgebot: Lovrenovic, Wüst, Kalt, Schwab, Zukaj, Nivokazi.

 

 

Resultate:

Muri – D 2:19

E – Mellingen, Samstag, 10.30

C – Gontenschwil 7:3

Rupperswil – B, Samstag 2:2

Meisterschwanden – FCB II 3:0

FCB Frauen – Schöftland 4:1