FC Rupperswil 1 - FCB 1 | 1:0 (0:0)

Grottenkick nach Cup-Out. Dieser äusserst lustlose Auftritt lässt sich aber nicht nur mit dem Cup-Kater entschuldigen sprich erklären. Die Seetaler sind nun grundlegend gefordert.

bfa. Diese Partie verdient keinen eigentlichen Spielbericht; denn ein richtiges Spiel fand nie statt. Es war ein Grottenkick beider Mannschaften mit dem besseren, glücklicheren Ende für Ruppi. Von Beinwiler Seite müssen folgende Detailpunkte konstatiert werden: Ein Passspiel über drei und mehr Stationen war eine absolute Seltenheit. Torchancen wurden einmal mehr auf fahrlässigste Weise vergeben. Eine Regung des Ehrgeizes oder ein teaminternes Aufbäumen Fehlanzeige; das Gegenteil war der Fall. Und abschliessend noch fünf gelbe Karten zusätzlich auf dem letztlich mitentscheidenden Fairnesspunktekonto. Dass sich der Schiedsrichter dem allgemeinen Qualitätsniveau „angepasst“ hat und mit einem vermutlichen Fehlentscheid den Siegtreffer zugelassen hat, ist tatsächlich nur Beigemüse an dieser Stelle. Denn nun, als endlich auf ein grösseres Spielfeld gewechselt werden konnte, hat es Böju zu wenig verstanden, gemeinsam Fussball zu spielen.

Das Team ist nun gefordert. Jedoch nicht vorwiegend dahingehend, diesen Ausrutscher im nächsten Spiel einfach wieder gutzumachen. Nein, es muss sich grundlegend entscheiden. Nämlich welche Rolle es den Rest der Saison spielen will. Will man mit dem bestehenden Potential als ambitioniertes Team eine entscheidende Rolle einnehmen und vorne mit dabei sein; also auch beim Ausgang der Meisterschaft ein Wörtchen (oder gar ein Wort) mitzureden haben? Oder will man diese Gelegenheit verstreichen lassen, als Mittelmasstruppe diese Spielzeit in der Komfortzone hinter sich bringen, möglichst nichts mit der Abstiegszone zu tun haben und als bewegliche Masse im Niemandsland der Tabelle fungieren?

 

Bei den Damen wird Konstanz gross geschrieben

Die Damen glänzten einmal mehr; dieses Mal mit einem Auswärtssieg gegen das abgestiegene Niederwil. Nach diesem Erfolg ist das Team von Steffi Kammermann seit 15 (!) Meisterschaftsspielen ungeschlagen. Die Böjuerinnen haben erneut von Anfang an das Zepter in die Hand genommen. Seraina Sommerhalder wurde in der 2. Spielminute unfair im Strafraum gestoppt, jedoch blieb der Pfiff, zur Überraschung beider Teams, aus. Acht Minuten später hat Sommerhalder den gegnerischen Torwart dann gekonnt ausgedrippelt und schoss das 1:0. Folgendes in der 13. Minute: Sarah Gisin spielte einen Querpass durch den Strafraum. Diesen Ball verpasste Michelle Hofmann nur knapp. Böju blieb jedoch am Drücker.

Auf einen schön getretenen Eckball von Sommerhalder folgte die Direktabnahme von Oriana Schmid, welche das Gehäuse wiederum nur knapp verfehlte. Das hochverdiente 2:0 folgte dann schliesslich in der 22. Spielminute nach einem Steilpass von Schmid auf Gisin, welche flach in die weitere Ecke abschloss. Im zweiten Durchgang folgten weitere schöne, jedoch unverwertete Spielzüge auf Seiten der Blauen (Lattenschuss Melina Galliker nach Sololauf, Direktabnahme Tina Lüscher). Zu ihrem Doppelpack in der 83. Minute und dem Treffer zum Schlussresultat von 3:0 durfte sich dann Sarah Gisin feiern lassen.

 

Beinwil am See – Rupperswil 1:0 (0:0)
Stockhard. – 75 Zuschauer. – SR Carcieri. – Tore: 64. Dvorani 1:0.

Beinwil am See: Lovrenovic; Lutz, Schwab, Puselja, Wiederkehr; Samadraxha (46. Rotella), Zukaj (46. Nivokazi (70. Zukaj)), Culjak, Merz J. (70. Wüst); Dietiker, Holliger (46. Merz B.),.

Beinwil am See ohne Eichenberger, Merz F., Fessler T. (verletzt); Rohr (abwesend).

 

Resultate:

Aarau – E 17:5

D – Niederlenz 3:5

C – Mutschellen 2:8

Aaretal United – B 2:5

Menzo Reinach – FCB 2 1:0

Niederwil – Damen 0:3

 

Vorschau:

Entfelden – Damen, Dienstag, 20.30

Zofingen – FCB 1, Mittwoch, 20.00

Meisterschwanden – C, Donnerstag, 19.15