Warum steigt jetzt Böju doch in die 3. Liga auf?
Da es etwas kompliziert ist, hier ein Versuch der Erklärung zum nachträglichen Aufstieg von Böju 1 von der 4. in die 3. Liga.
In der 2. Liga Inter (die vielfach unbeliebte Liga zwischen 2. Regional und 1. Liga Classic) gibt es 5 Gruppen und 17 Absteiger. Es steigen je die drei letztplatzierten aller 5 Gruppen direkt ab = 15 Teams. Plus die 2 schlechtesten Viertletzten = 17 Teams. Grund: So können alle Sieger der 2. Liga Regional direkt in die 2. Liga Inter aufsteigen.
Da mit La Sarraz-Eclepens (sogar aus der 1. Classic) und Castello zwei Teams freiwillig in die 2. Liga Regional absteigen, sind die Absteiger 16 und 17 schon gesetzt. Davon profitiert nachträglich der Aargauer Vertreter Klingnau (war der schlechteste Viertletzte aller 5 Gruppen) und kann in der 2. Liga Inter bleiben. Klingnau will bleiben, was auch wichtig ist.
Weil Klingnau ein Aargauer Vertreter ist, wirkt sich das auf den Aargauer Meisterschaftsbetrieb aus. Gemäss Auf-/Abstiegsreglement kommt Variante 1 zu Anwendung. Aus der 3. Liga, 4. Liga und 5. Liga steigt dieses Jahr je ein zusätzliches Team in die nächsthöhere Liga auf.
Das betrifft jetzt auch uns vom FC Böju im positiven Sinn. «Normalerweise» steigen nur die besten 3 Teams beider Aufstiegsrunden-Gruppen, also 6 Teams, auf. In diesem Jahr sind es 7 Teams. Also auch der bessere Viertplatzierte beider Aufstiegsrundengruppen. Und Böju hat mit 28 Zählern 3 Punkte mehr erreicht als Mutschellen in der anderen Gruppe.
Böju spielte ab 2001 sechs Saisons in der 2. Liga und 16 Saisons in der 3. Liga. 2023 war viel Luft draussen und es folgte der Abstieg in die 4. Liga. 2024, eine Saison nach dem Abstieg, übernahmen Trainer Dani Fuhrer und Assistent Fixu Eichenberger das Team, welches mehrheitlich mit Spielern aus der 2. Mannschaft und den Junioren zusammengesetzt wurde. Drei Jahre nach dem Abstieg und 2 Jahre mit dem neuen Duo, gelang der Wiederaufstieg in die 3. Liga.
Das Team zeigte eine sehr gute Aufstiegsrunde, gewann alle Heimspiele meist deutlich, erreichte ein Torverhältnis von 47:18, erzielte am drittmeisten, bekam am wenigsten Treffer und hatte mit 38 Strafpunkten am zweitwenigsten der ganzen Gruppe. Toptorschützen waren Aron Bachmann (19 Treffer), Schneeberger (17) und Bruno Merz (12), wobei letzterer bei vielen Treffern Passgeber war.
Der Aufstieg ist verdient. Gratulation an den Staff und das Team.